…und das passiert mir nicht allzu oft.
Wenn wir dem Fachkräftemangel etwas entgegensetzen wollen, müssen wir unseren Blick auf Mitarbeitende 50+ verändern, denn hier liegen Erfahrung, Loyalität, Wissen – echte Schätze.
Das stimmt auch heute noch. Aber es ist zu kurz gedacht, denn echte Schätze können wir bereits während der Ausbildung entdecken und fördern.
Zwei Wendepunkte, die über Zukunft entscheiden
Durch meine Arbeit mit jungen Menschen – ehrenamtlich wie beruflich – wurde mir klar:
Berufseinstieg und Berufsausstieg sind die zwei kritischsten Wendepunkte im Berufsleben.
Für Menschen. Und für Unternehmen.
Beide Phasen sind gekennzeichnet durch Verletzlichkeit, voller Unsicherheit – und wirtschaftlich hoch relevant.
Zahlen, die mich alarmiert haben: Die aktuelle DIHK-Ausbildungsumfrage 2025.
So antworteten die Ausbildungsbetriebe:
- 87 % sehen Defizite bei Zuverlässigkeit, Motivation und sozialer Reife
- 56 % berichten von mangelnder Belastbarkeit
- 14 % lösen Ausbildungsverträge bereits in der Probezeit
- 26 % reduzieren ihr Ausbildungsplatzangebot für 2025
Weniger als jeder fünfte Betrieb bildet überhaupt aus.
Das ist kein reines Rekrutierungsproblem. Das ist ein Entwicklungs- und Bindungsthema.
Azubis starten keinen Job. Sie starten ein Leben.
Wie Mitarbeitende 50+ nicht einfach „aufhören zu arbeiten“, so starten Auszubildende nicht einfach in einen Beruf. Beide Gruppen stehen plötzlich vor: Neuen Regeln, neuen Erwartungen, neuer Verantwortung. Und oft fehlt genau dort Orientierung.
Ausbildungsabbrüche kosten Unternehmen – je nach Branche – zwischen 5.000 und 20.000 Euro.
Meist nicht, weil der falsche Beruf gewählt wurde, sondern weil Erwartungen, Kommunikation und Begleitung von Anfang an nicht gestimmt haben.
Warum ich StartRaum entwickelt habe
Mit StartRaum gehe ich konsequent den nächsten Schritt.
Es ist ein Begleitprogramm für Auszubildende in der dualen Ausbildung, das soziale Kompetenzen, Selbstorganisation und Zukunftsfähigkeit stärkt – und gleichzeitig Ausbildungsverantwortliche und Führungskräfte entlastet. Keine Nachhilfe. Sondern Orientierung. Und Prävention, bevor Frust, Rückzug oder Abbruch entstehen.
Mehr dazu: www.startraum.info
Fachkräftesicherung neu denken – über Lebensphasen hinweg
Heute bin ich überzeugt: Fachkräftesicherung beginnt früher als gedacht – und endet später als oft angenommen. Deshalb arbeite ich generationenübergreifend:
- Ich stärke Auszubildende, damit sie ihren Platz finden.
- Und ich stärke Mitarbeitende 50+, damit sie sich neu orientieren, bleiben oder gut übergeben können.
Perspektive Ruhestand: Neuorientierung statt Abstieg
In meinem Angebot „Perspektive Ruhestand“ begleite ich Menschen und Unternehmen im Übergang aus der Erwerbstätigkeit (50–70+).
Nicht als Abschied. Sondern als Neuorientierung.
Denn:
- Es ist kein Abstieg.
- Es ist oft die stärkste Entwicklungsphase im Arbeitsleben.
- Es geht um Potenzial, Mut und Perspektive.
Mein Fazit – und eine Einladung
Der Fachkräftemangel ist kein Naturgesetz.
Er ist ein Weckruf, Arbeit neu zu denken – über Generationen hinweg.
Manchmal beginnt Veränderung genau dort, wo wir bereit sind, unsere eigene Sicht zu korrigieren.
Neugierig?
Wenn Sie neugierig sind, wie StartRaum in Ihrem Unternehmen wirken könnte,
lade ich Sie herzlich zu einem unverbindlichen 30-minütigen Austausch ein.